Lilly Maier

Vita

Lilly Maier (Jahrgang 1992) studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Geschichte und als Fulbright-Stipendiatin an der New York University Journalismus.

2018 erschien ihr Buch „Arthur und Lilly. Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende“, die Biografie eines Holocaust-Überlebenden, der als Kind in den 1930er-Jahren in derselben Wohnung gelebt hat, wie Maier als Teenagerin in den 1990ern. 2021 folgte ihr Buch „Auf Wiedersehen, Kinder!“, die Biografie von Ernst Papanek, einem jüdischen Sozialdemokraten, der während des Holocausts Arthur und hunderte andere jüdische Kinder rettete.

Derzeit promoviert Lilly Maier am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur in München über Frauen als Retterinnen von Juden während der Shoah. Für ihre Forschung wurde sie von der Luwig-Maximilians-Universität München mit dem „Forscherpreis 2014 für exzellente Studierende“ ausgezeichnet.

Seit 2012 arbeitet Maier als Referentin in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Außerdem erstellt sie für das United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. ein Schulbuch über Flüchtlinge. Für die Monacensia hat Maier zahlreiche Recherchen und Veranstaltungen zur jüdischen Geschichte Bogenhausens durchgeführt.


 

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Übersetzungen

Arthur and Lilly

Titletown Pubilishing / USA 2023 Biographie

sonstige Werke

-- Wissenschaftliche Publikationen -- 

Interventions by non-governmental organisations in state-run internment camps in France. The rescue of Jewish children from Rivesaltes as told through the example of Vivette Hermann. In: Gabriele Anderl, Linda Erker and Christoph Reinprecht (Hrsg.): Internment Refugee Camps. Historical and Contemporary Perspectives. Wien 2022, S. 99-110.

Traumaarbeit mit jüdischen Flüchtlingskindern im Zweiten Weltkrieg. Eine biografische Studie zum Reformpädagogen Ernst Papanek. In Zeitschrift  für Individualpsychologie 47. Wien 2022, S. 241–255.

Von der Mitverwaltung zur Kinderrepublik
. Außergewöhnliche Pädagogik für Flüchtlingskinder in Frankreich. In Sabine Bergler (Hrsg.): Jugend ohne Heimat. Kindertransporte aus Wien. Wien 2021, S. 48-55.


Rescued twice: the French Kindertransport - Differences from and similarities to the British Kindertransport. In: Michael Berkowitz u.a. (Hg): Jewish Historical Studies, 2020, 51(1), S. 267-284.


Herausgeberschaft von: Die Möhlstraße – Ein jüdisches Kapitel der Münchner Nachkriegsgeschichte, München 2018 (= Münchner Beiträge zur Jüdischen Geschichte und Kultur 12,1).


Der Schwarzmarkt in der Möhlstraße und die Münchner Polizei – Eine Untersuchung im Spiegel der Akten der Polizeidirektion München. In: Lilly Maier (Hrsg.): Die Möhlstraße, München 2018, S. 35-51.


Kindheitserinnerungen: „Nach dem Krieg wurden alle Juden Händler“. In: Lilly Maier (Hrsg.): Die Möhlstraße, München 2018, S. 74-81.


Ein Leben nach dem Kindertransport. In: Florian Grumblies u. a. (Hrsg.): Fremde Heimat. Rettende Kindertransporte aus Hannover 1938/39, Hannover 2015 (= Schriften zur Erinnerungskultur in Hannover, 8.1), S. 206-217.

Zuletzt durch Lilly Maier aktualisiert: 25.09.2025

Literaturport ID: 3615