Thomas Empl, 1991 in München geboren, ist ein in Köln lebender Schriftsteller. Er war artist in residence des litfilms-Festivals Münster (2020), im Künstlerdorf Schöppingen (2024) sowie im Sangam House Bengaluru (2025) und stand u.a. auf den Shortlists des Wortmeldungen-Förderpreises, des Literaturpreises Prenzlauer Berg sowie in der Endrunde der Puls-Lesereihe. Veröffentlichungen u.a. in Krachkultur, WORD., Narr, Jenny, Am Erker. 2023 erhielt er das Dieter-Wellershoff-Stipendium der Stadt Köln, 2025 den erostepost-Literaturpreis.
Der mittellange Spielfilm »Matratzen«, der auf einer seiner Erzählungen basiert und für den er mit Florian Schmitz das Drehbuch schrieb, wurde in den Wettbewerb des 43. Festivals Max-Ophüls-Preis eingeladen. Im Rahmen eines Stipendiums der Heimann-Stiftung übersetzte er einen Text des italienischen Autors Cesare Sinatti ins Deutsche.
2021 erschien der Erzählungsband »Ausbruch« im Verlag parasitenpresse. 2023 ein zweiter Band mit dem Titel »Inneres Zittern«. Im März 2026 folgt die Novelle »Pariah Dogs«.
2019 Shortlist Wortmeldungen-Förderpreis
2020 Shortlist Literaturpreis Prenzlauer Berg
2020 Artist in residence litfilms - Literatur Film Festival
2021/22 Stipendium Literaturtandem Letterario
2022 Einladung zum 43. Filmfestival Max-Ophüls-Preis (mit Florian Schmitz)
2022 Shortlist Deutscher Kurzgeschichtenwettbewerb
2022 Shortlist erostepost-Literaturpreis
2023 Dieter-Wellershoff-Stipendium der Stadt Köln
2024 Residenzstipendium Künstlerdorf Schöppingen
2024 Arbeitsstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen für die Arbeit an einem Romanprojekt
2025 Residenzstipendium Sangam House Bengaluru
2025 erostepost-Literaturpreis
PARIAH DOGS. Novelle
ISBN: 978-3-98805-078-6
112 Seiten, 14€.
Pariah Dogs ist eine Geschichte von Freundschaft in dunklen Zeiten, vom Straßenverkehr, von Kneipensängern, Trommlern und internationaler Literatur, von südindischen Bars und Fußballstadien, von Diktatoren, Straßenhunden und Champagne Leftists. Politik, Gemeinschaft, Schreiben, letztlich: Glück. In Indien schließt ein Erzähler Freundschaften fürs Leben, mit Menschen, die er vielleicht nie wiedersieht, aber in dieser Novelle besingt.
»Ein fluides Switchen zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Eine vielschichtige Wahrnehmungsexpedition.«
Margarita Fuchs, Laudatio erostepost-Literaturpreis
»Beautifully crafted snapshots in time which carry the reader on a journey to unfamiliar places.«
Chiranthi Rajapakse
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thomasempl.com
»Meist lagen sie vor dem Café Happy Place, ein brauner und ein weißer. Oder sie rannten zusammen über die Kreuzung, nah beieinander, so wie ich mich nur im Windschatten Einheimischer über die New Bel Road traute. Dazwischen, vielleicht spürten sie drohenden Regen, kletterten sie in die Löcher im Gehweg, verschwanden wie Geister im Tunnel. Das Grün, das sich über die Straßen der Dollars Colony bog, ließ es wie ein gutes Leben wirken, aber da war auch der verschlammte, vermüllte, feststeckende Fluss, stacheldrahtumzäunt. Sie jagten nach Resten, die man ihnen hinwarf. Sie jagen den Großen Preis, den Buchdeal, den Durchbruch, nach dem sie nicht mehr wären, wer sie sind. Unfertige, Herumtreiber, Unzufriedene, Hyperpräzise, Schlaflose, Unversicherte, ohne Plan, weil welcher Plan hätte sie hierhergebracht?«