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Schreiben gegen die Norm(en)? #2

Samstag, 07. November 2020

20:00 UHR

Veranstaltungsort

ocelot, not just another bookstore

Brunnenstraße 181
10119 Berlin
Tel.: 03097894592
Fax.: 03097894797
info(at)ocelot.de
https://www.genialokal.de/buch/ocelot/home/

Kartenansicht
Eintritt: 5 €

Details

Seit der ersten Ausgabe von »Schreiben gegen die Norm(en)?« ist einige Zeit vergangen. 2019 war queere Literatur in aller Munde. Man konnte fast von einem Trend sprechen. Einerseits ist das erfreulich, andererseits ist auch klar, dass der deutschsprachige Literaturbetrieb gerne mal Themen zu Trends hypt, von denen ein Jahr später keine*r mehr was wissen will.
»Schreiben gegen die Norm(en)?« folgt einem anderen Ansatz, denn das Queere, Offene, Nichtfestgelegte und Experimentelle als poetologische Prinzipien des Schreibens zu begreifen, folgt einer bestimmten Art des Denkens, keiner kurzfristigen Verwertungslogik. Es zeigt sich vor allem am Mut der Schreibenden, soziale und literarische Normen zu durchqueeren, zu kritisieren, zu dekonstruieren. Dieses Engagement gegen bestehende (hetero-)normative und dominanzkulturelle Strukturen in Gesellschaft und Literaturbetrieb ist es, was soziale, literarische und literaturbetriebliche Prozesse immerzu herausfordert, und die literarischen Gäste der zweiten Ausgabe von »Schreiben gegen die Norm(en)?« trotz ihrer unterschiedlichen literarischen Positionen eigensinnig verwandt macht.
Im Anschluss Musik von Djane NYPL.K.

Es lesen:

Doris Anselm (*1981) studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und lebt in Berlin. Dort arbeitete sie rund zehn Jahre lang als Radioreporterin beim Rundfunk Berlin-Brandenburg. Inzwischen ist sie dort wöchentliche Kolumnistin. Sie veröffentlichte ab 2013 Prosa und Lyrik in Literaturzeitschriften und gewann 2014 den open mike. 2017 erschien im Luchterhand Literaturverlag ihr erstes Buch, »und in dem Moment holt meine Liebe zum Gegenschlag aus«, ein Band mit Erzählungen. 2019 folgte im selben Verlag der Roman »Hautfreundin. Eine sexuelle Biografie«.

Jasper Nicolaisen
(*1979) ist Autor und systemischer Therapeut. Er mag kulturellen Schund und Schmutz, Boxen und die komplizierten Probleme anderer Leute. Gelegentlich schreibt er für das neue deutschland und an.schläge. Seine Romane »Ein schönes Kleid« (2016) und »Erwachsen« (2019) erschienen im Querverlag. Er lebt in Berlin und arbeitet als Kindergärtner.

Sandra Gugić
(*1976) ist eine österreichische Autorin serbischer Herkunft. Sie studierte an der Universität für Angewandte Kunst Wien/Sprachkunst und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen, Prosa, Lyrik und Essays. Für ihr Romandebüt »Astronauten« (2015) erhielt sie u. a. den Reinhard-Priessnitz-Preis. Ihr Lyrikdebüt »Protokolle der Gegenwart« erschien 2019 im Verlagshaus Berlin. Im Herbstprogramm 2020 erschien ihr zweiter Roman »Zorn und Stille« bei Hoffmann und Campe.

Miku S. Kühmel (*1992) ist Schriftstellerin und Podcast-Produzentin. Sie hat kurz in New York und lang in Berlin studiert, wo sie heute lebt und arbeitet – derzeit an kurzer Prosa, langem Audio und einem neuen Roman. Ihr aktuelles Buch, der Debütroman »Kintsugi« ist 2019 bei S.Fischer erschienen, wurde zweifach ausgezeichnet und war auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Moderation: Andrea Schmidt (Verlagshaus Berlin) & Alexander Graeff
(Brotfabrik Berlin)


Die Veranstaltung wird unterstützt vom Aktionsbündnis gegen Homophobie, der Nipple Liberation Army, OSTMOST und wird gefördert durch den Lesungsfond des Förderverein Buch.

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Wir bitten um Anmeldung via E-Mail an info@ocelot.de
Wir streamen die Veranstaltung live auf instagram.com/ocelotberlin und auf der Facebookseite vom Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V.

Veranstalter