In welchen Sprachen schreibt Berlin? Im November ziehen wir gemeinsam mit unseren Partnern vom ilb in das heimliche Zentrum des östlichen Literaturlebens: nach Weißensee! Zu dieser Lesung in den großartigen Räumen des C*Space haben wir die polnischen Berliner Autor*innen ariel rosé und Karolina Golimowska eingeladen, um textliche Neuigkeiten aus der polnischen Literaturszene Berlin kennenzulernen! Durch den Abend führt Matthias Nawrat.
Ein Abend in deutscher, polnischer und englischer Sprache – mit Übersetzungen.
Eintritt 5/erm. 3,- € (nur Abendkasse)
* ariel rosé ist Dichter, Essayist und Illustrator, ursprünglich aus Polen, in Norwegen wohnhaft und in Berlin ansässig. ariel ist Autor und Illustrator der Bücher „Morze nocą jest mięśniem serca“ (Das nächtliche Meer ist ein Muskel des Herzens, PIW 2022) und „Północ Przypowieści“ (Nordische Parabeln, Znak 2019); (beide veröffentlicht unter dem Namen Alicja Rosé). Für Illustrationen zu Magdalena Tullis Buch „Ten i Tamten Las“ (Dieser und der andere Wald, Oficyna Wydawnicza Wilk & Król, 2017) wurde ariel mit dem Warschauer Literaturpreis ausgezeichnet und in die IBBY Honor List aufgenommen. ariel ist Mitbetreiber des Literaturtreffs Litteratur på Blå in Oslo, Norwegen, wozu ariel Dichter*innen aus marginalisierten Ländern einlädt. Im Jahr 2023 rief ariel gemeinsam Both Sides of the Border Face East ins Leben, eine internationale Kunstinitiative mit Schwerpunkt auf Ost- und Mitteleuropa. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Marci Shore und wird von der Fondation Jan Michalski und dem Renaissance Institute unterstützt. Die erste Ausgabe war dem Krieg in der Ukraine gewidmet.
*Karolina Golimowska, geboren in Aachen, aufgewachsen in Warschau, lebt in Berlin und ist Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin sowie Autorin von Kurzprosa und journalistischen Texten. Veröffentlichungen u.a. in Sinn und Form, Gazeta Wyborcza, dem Deutsch-Polnischen Magazin Dialog, The European, Chimera, Wyspa und wissenschaftlichen Zeitschriften. Golimowska ist promovierte Amerikanistin, lehrt an der Freien Universität in Berlin. 2014 wurde sie mit dem Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis in Kategorie Print ausgezeichnet. In den Jahren 2018-2021 leitete sie die Lyrikübersetzungswerkstatt VERSschmuggel beim poesiefestival berlin. Seit Herbst 2024 Referentin für Literatur und Debatten im Polnischen Institut Berlin.
*Matthias Nawrat wurde 1979 in Opole/Polen geboren. Er studierte Biologie, danach literarisches Schreiben. Er veröffentlichte fünf Romane, zuletzt „Der traurige Gast“ (2019) und „Reise nach Maine“ (2021). 2022 erschien sein Gedichtband mit dem Titel „Gebete für meine Vorfahren“, 2024 der Essayband „Über allem ein weiter Himmel – Nachrichten aus Europa“. Für seine Bücher wurde er zuletzt mit dem Literaturpreis der Europäischen Union und dem Fontane-Literaturpreis der Stadt Neuruppin und des Landes Brandenburg ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.
(Veranstaltung in Kooperation mit dem internationalen literaturfestival berlin und dem C*Space, gefördert vom Berliner Senat für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.)