Ist das Unbekannte nur ein Wort? Ein blinder Fleck? Etwas, das wir nicht sehen können? Mal tritt es als etwas Bedrohliches, mal als Faszinosum, ja als Bedingung für die Literatur in Erscheinung. Gilt es, sein Geheimnis und seinen Reiz zu wahren oder will man es ins grelle Scheinwerferlicht des Fortschrittsglaubens und der Forschungsreisen zerren? 21 Mitglieder der Akademie der Künste nähern sich dem Begriff des Unbekannten in essayistischen, lyrischen und fiktionalen Texten. Dabei sind Introspektionen entstanden, Spekulationen oder Reflexionen über das Erkunden, das Umkreisen, das Entdecken. Thomas Lehr, Teresa Präauer und Kathrin Röggla sprechen mit den Herausgeberinnen des Bandes Nathalie Mälzer und Cécile Wajsbrot über Besuche in den Schlummerstätten der Archive, über das utopische Potenzial des Unbekannten, über das Eintauchen in entfernte Zeiten und Räume oder ins Dunkel der eigenen Person.
Lesung und Gespräch: Thomas Lehr, Teresa Präauer und Kathrin Röggla
Moderation: Nathalie Mälzer und Cécile Wajsbrot
Klangcollage: Johannes Walter
Begrüßung: Kerstin Hensel