Lyrik ist nur schwer zu verwerten oder vor ideologische Karren zu spannen. Und doch ist gesellschaftliche Wirksamkeit über das einzelne Leseereignis hinaus vielen Dichter:innen ein Anliegen.
Wenn Lyrik ins Sachbuchregal gehört, wie Monika Rinck sagt, kann man von ihr vielleicht etwas für bestimmte Sachfragen lernen. Wenn sie die Empathie schult, wie viele Bildungsprogramme behaupten, mag sie in sozialer Praxis nützlich sein. Als Seismograph kann sie Veränderungen für die Gesellschaft verhandelbar machen, bevor die Medien sie in ihren erregten Aufmerksamkeitsarenen spielen. Aber ist das wirklich so?
Wirkt Lyrik über die ihr ohnehin Zugeneigten hinaus in gesellschaftliche Bereiche hinein? Und welche Rolle spielt die Lyrikkritik dabei als eine Vermittlung von Lyrik in eine diskursive Öffentlichkeit?
Gäste aus verschiedenen Arbeitsfeldern diskutieren diese Fragen zusammen im Haus für Poesie und berichten von konkreten Beispielen, wie Lyrik und oder über ihre Kritik in ihnen jeweiligen Tätigkeitsfeldern bei Problemen und Herausforderungen aufschluss- und hilfreich waren – und wo gerade nicht. Moderieren wird der Lyriker, Philosoph und Mitgründer von zæsur. poesiekritik Asmus Trautsch.
Das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren.
Eine gemeinsame Veranstaltung von zæsur. poesiekritik und Haus für Poesie.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds