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Die Grenze verschieben: Gespräch über Poesie mit Mara Genschel, José F. A. Oliver, Carlos Soto Román

Donnerstag, 08. Oktober 2026

19:00 UHR

Veranstaltungsort

Lettrétage e.V. im ACUD Studio

Veteranenstraße 21
10119 Berlin
Tel.: 030 692 45 38
info(at)lettretage.de
http://lettretage.de/

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Eintritt: frei

Details

Die Poesie besteht aus Worten und auch aus Nicht-Worten. Aus Rhythmen, aber auch aus Anti-Rhythmen, aus leeren Räumen und aus ausgefüllten Bedeutungen. Ein Gedicht kann man schreiben, aber man kann es auch singen, zerreißen, löschen, verkürzen, verschieben… Wie weit? Gibt es Grenzen dafür, was man in der Poesie tun und was man nicht tun darf? Gibt es Formen, die erlaubt sind, und solche, die es nicht sind? Sind Formen nur Räume für Experimentierfreudigkeit und Freiheit, oder ermöglichen sie auch die Schaffung neuer Arten von Erfahrung? Warum wird eine Grenze verschoben: Was wird damit angestrebt?

Diese Veranstaltung lädt Autor*innen ein, die trans- und interdisziplinär schreiben. Mara Genschel ist eine deutsche Dichterin, die mit Lautpoesie und Performance arbeitet. Jose F. A. Oliver ist ein badisch-andalusischer Dichter, der ausgehend von neo-avantgardistischen Textfeldern die Grenzen des poetischen Sprechens auslotet. Carlos Soto Román ist ein chilenischer Dichter, Übersetzer und Apotheker, der derzeit am DAAD Berliner-Künstlerprogramm teilnimmt und zwischen konzeptueller Poesie und dokumentarischer Literatur arbeitet. Die Moderation übernimmt der Dichter, Performer und Herausgeber des Siesta-Verlags Felipe Sáez Riquelme.

Mara Genschel lebt in Berlin und arbeitet an der performativen Dimension von Literatur in unzähligen Publikationen und interdisziplinären Projekten. Zuletzt erschienen von ihr “Midlife-Prosa” (Engeler 2024), “Das narzisstische Skript” (edition text+kritik 2025) sowie eine regelmäßige Glosse in SWR Kultur. Seit Herbst 2024 lehrt sie an der Kunsthochschule für Medien Köln.

José F.A. Oliver. *1961, andalusischer Herkunft. Lyriker, Essayist und Übersetzer. U.a. Basler Lyrikpreis (2015), Heinrich-Böll-Preis (2021), Stadtschreiber-Preis Bergen-Enkheim (2025/26). Publikationen: In jeden Fluss mündet ein Meer, Essays, Matthes & Seitz, 2023; „Spracheln“, Gedichte ebda, 2026. Oliver ist Kurator des Literaturfestivals Hausacher LeseLenz.

Carlos Soto Román: Dichter und Übersetzer. Pharmazeutischer Chemiker. Master in Bioethik. Er ist Autor von *Haikú Minero, 11* (Städtischer Poesiepreis 2018), *Chile Project [Re-Classified]* und *Tercera Estrofa*, unter anderem. Er ist außerdem Autor von *Antuco*, das in Zusammenarbeit mit Carlos Cardani Parra entstand, von Timo Berger ins Deutsche übersetzt und bei parasitenpresse erschienen ist. Derzeit lebt er im Rahmen des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Deutschland.

Felipe Sáez Riquelme ist Dichter, Performancekünstler und Schriftsteller. Sein Werk erkundet Literatur durch Performances, Installationen, Sound-Pieces und Texten. Er hat Una vez (2021) und Un año en trece lunas (2024) veröffentlicht, und wurde ins Deutsche, Englische und Italienische übersetzt. 2023 nahm er am VOCATIONS teil, einem Projekt für zeitgenössische Poesie und Musik, das vom Haus für Poesie kuratiert und organisiert wurde. Er lebt in Berlin, wo er den Siesta Verlag mitbegründet und gemeinsam mit einem Künstlerkollektiv das Siesta Festival organisiert.

Veranstalter