Vier Lesungen mit Irene Diwiak im Bleiche-Literatursalon
Die österreichische Autorin Irene Diwiak, ausgezeichnet mit dem Spreewald-Literaturstipendium 2026/2027, ist im Rahmen ihrer Winterresidenz zu Gast in Burg im Spreewald. An vier Abenden liest sie aus ihren Romanen, einem noch unveröffentlichten Werk und ihren weihnachtlichen Kurzgeschichten. Die Lesungen finden am 18. und 25. November sowie am 2. und 9. Dezember jeweils um 18 Uhr im Literatursalon des Bleiche Resort & Spa statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
Freundschaft und Widerstand, die Verführungskraft vermeintlicher Gemeinschaft, der Eigensinn der Fantasie und die Turbulenzen der Adventszeit: Irene Diwiaks Lesungen eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Menschen und ihre Beweggründe. Neben zwei veröffentlichten Romanen stellt die Autorin mit „Ein Hektar Heimat“ auch ein neues Buchprojekt vor. Den Abschluss bildet eine heitere Adventlesung.
18. November 2026, 18 Uhr
„Sag Alex, er soll nicht auf mich warten“
C. Bertelsmann, 2023
München, 1941: Als die Studenten Hans und Alex den Wehrsport schwänzen, um über Kunst und Literatur zu sprechen, beginnt eine tiefe Freundschaft. Unter dem Eindruck des Krieges wächst zugleich ihr Wunsch, ihre Stimme gegen das nationalsozialistische Regime zu erheben. Irene Diwiak erzählt von den Anfängen der „Weißen Rose“ – und von der Verbindung zweier junger Menschen, aus der Mut zum Widerstand entsteht.
25. November 2026, 18 Uhr
„Ein Hektar Heimat“
Arbeitstitel, Veröffentlichung voraussichtlich 2027
Mit der Familie Lichtenegger zieht neues Leben in das Dorf Ranshofen ein. Volker, Vera und ihre Tochter Anna wirken mit ihrem alten VW-Bus, langen Haaren und barfüßigen Auftreten zunächst wie Freigeister. Sie beleben das geschlossene Gasthaus und bringen die Dorfbewohner wieder zusammen. Doch hinter der friedlichen Fassade zeigt sich eine völkische, rechtsextreme Ideologie. Die neu erwachte Gemeinschaft wird zur Bewährungsprobe: Wofür stehen die Bewohner ein – und welchen Preis sind sie dafür bereit zu zahlen?
2. Dezember 2026, 18 Uhr
„Die allerletzte Kaiserin“
C. Bertelsmann, 2024
Der Alltag von Claudia Hendl verändert sich, als eine eigensinnige alte Dame ihr Wirtshaus betritt. Johanna Fialla behauptet, die Enkeltochter von Kronprinz Rudolf zu sein, und vertraut Claudia nach und nach ihre Lebensgeschichte an. Claudia beginnt, diese aufzuschreiben. Dabei geraten Gewissheiten ins Wanken, und die Fantasie eröffnet Möglichkeiten, die sie ihrem eigenen Leben bisher kaum zugetraut hat.
9. Dezember 2026, 18 Uhr
„O du Fröhliche! – eine heitere Adventlesung“
Eine freche Katze mit Weihnachtsphobie, ein Krippenspiel mit viel zu vielen Marien und ein kleiner Junge, dem es vor Engeln graust: Irene Diwiaks vorweihnachtliche Kurzgeschichten nehmen die Erwartungen an die vermeintlich stillste Zeit des Jahres humorvoll auf. Ein Lesungsabend über festliche Wünsche und ihre eigenwillige Erfüllung.
FOTO: Irene Diwiak · Foto © Bogenberger Autorenfotografie
Nur frei zur Verwendung für die Ankündigung dieser Lesung.