Lisa Sommerfeldt

Vita



Lisa Sommerfeldt schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa. Ihre Stücke erscheinen im S. Fischer Verlag. Als Dramatikerin sieht sie sich als Teil des erweiterten Ensembles, ihre Texte entstehen in enger Zusammenarbeit mit Dramaturgie und Regie. In ihren Stücken kombiniert sie poetische Motive und Dialoge, aber auch spezielle narrative Elemente, die sie als „erlebter Monolog“ bezeichnet. Zahlreiche Auftragswerke für Theater, unter anderem für die Kulturstiftung von Landestheater Eisenach und Staatstheater Meiningen, das Theater Altenburg Gera und die Oper Bonn. Für ihre Werke wurde Lisa Sommerfeldt mehrfach ausgezeichnet, so war sie u.a. Stipendiatin der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur im Künstlerhaus Edenkoben, Stipendiatin des 1:1 Mentoring der NRW Literaturbüros, des Künstlerhofes Schreyahn und der Fondation Jan Michalski (Schweiz). Sie erhielt Arbeitsstipendien des Landes NRW, der Film- und Medienstiftung NRW und der Kunststiftung NRW. Außerdem war Lisa Sommerfeldt Stipendiatin der Villa Decius in Krakau und erhielt ein INITIAL Sonderstipendium der Akademie der Künste. Für das Hörspiel „Überleben – Die Kinderoper „Brundibár“ in Theresienstadt“ erhielt sie mit Felicitas Ott 2024 den Ersten Preis des Kinderhörspielpreises des MDR Rundfunkrates und den Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe.
In der ARD-Audiothek kann man ihre Hörspiele „wing.suit“, „Dorfdisco“, „stadt.land.fluss oder die konstruktion der liebe“ und „ÜBERLEBEN – die Kinderoper „Brundibár“ in Theresienstadt“ abrufen. Hörspiele von Lisa Sommerfeldt wurden vom Bayerischen Rundfunk, von Deutschlandfunk Kultur, WDR, MDR, ORF und RAI Südtirol (Radiotelevisione Italiana) übernommen. Stücke von ihr wurden ins Polnische, Englische, Französische und Russische übersetzt.


Im Moment arbeitet sie an einem Hörspiel für den WDR und einem Theaterstück für das Staatstheater Karlsruhe. Am 17.3.2026 erscheint ihr Prosadebut bei Parasitenpresse (Köln).



 
www.lisa-sommerfeldt.de

Würdigung


Für ihre Werke wurde Lisa Sommerfeldt mehrfach ausgezeichnet, so war sie u.a. Stipendiatin der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur im Künstlerhaus Edenkoben, Stipendiatin des 1:1 Mentoring der NRW Literaturbüros, des Künstlerhofes Schreyahn und der Fondation Jan Michalski (Schweiz). Sie erhielt Arbeitsstipendien des Landes NRW, der Film- und Medienstiftung NRW und der Kunststiftung NRW. Außerdem war Lisa Sommerfeldt Stipendiatin der Villa Decius in Krakau und erhielt ein INITIAL Sonderstipendium der Akademie der Künste.
Für das Hörspiel "Überleben - Die Kinderoper "Brundibár" in Theresienstadt" erhielt sie mit Felicitas Ott 2024 den Ersten Preis des Kinderhörspielpreises des MDR Rundfunkrates und den Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe. 


Aktuelles

REZENSIONEN zum Hörspiel "GEHEN LERNEN":
„Stück für Stück reißt Sommerfeldt dieses Ideal ein. Das mit der Gleichberechtigung klappt eben nicht. Aus strukturellen Gründen, aus pragmatischen Gründen, aus individuellen Gründen. (…) „Gehen lernen“ ist keine Anklageschrift. Weder die Gesellschaft noch die Politik, auch nicht die Figuren selbst werden als Schuldige dafür benannt, dass hier eine Familie in eine Misere hineinschlittert.(…) Denn die Dinge passieren mit einer gewissen Zwangsläufigkeit. (…) im Grunde ist es nur unter sehr speziellen Voraussetzungen möglich, eine größere Familie zu gründen, ohne sich einem immensen wirtschaftlichen und sozialen Risiko auszusetzen. Das Hörspiel endet mit einer sehr radikalen Entscheidung.“ Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung, 8. Mai 2026
Link zur Süddeutschen Zeitung


„Lisa Sommerfeldt erzählt in „Gehen lernen“ vom Preis moderner Familienmodelle unter vormodernen Bedingungen: Wenn Care-Arbeit zum Armutsrisiko wird und das Familienrecht an Grenzen stößt, entfalten gesellschaftliche Strukturen schmerzhafte Konsequenzen. (…) Die Zeiten des Ehegattenunterhalts sind seit 2008 Geschichte, der Spruch „Einmal Zahnarztgattin, immer Zahnarztgattin!“ gilt nicht mehr. Durch die Gesetzesänderung sollten besonders für Frauen Anreize geschaffen werden, wieder zu arbeiten – „ein pseudofeministischer Akt“, so Sommerfeldt. Denn die Strukturen wurden nicht so angepasst, dass Frauen auch wieder arbeiten können.“ Jochen Meißner, Hörspielkritik


„Nach Motiven ihres gerade erschienenen Romans „schlaglichter“ zeigt Lisa Sommerfeldt, wie unfair das deutsche System immer noch zu geschiedenen, alleinerziehenden Müttern ist. Nach dem Verkauf des Hauses steht sie praktisch auf der Straße, denn eine Mutter mit vier Kindern nehmen Vermieter im Zweifelsfall eher nicht. Die Altersarmut und der Abstieg ins Prekariat sind bereits vorprogrammiert, die finanzielle Unterstützung von Lorenz reicht hinten und vorne nicht. Der hingegen steht gutsituiert als Alleinverdiener, mit Anwalt abgesichert und mit neuer Freundin auf der Sonnenseite des Lebens.“ Patrick Linke, Buch und Bühne


 


REZENSIONEN zum Roman „schlaglichter“:
„Lisa Sommerfeldt, (…) die sich über eine gute Literaturstunde hinweg als großartige Meisterin eines Genres entpuppt, das für die gelernte Schauspielerin, Hörspielautorin und Dramatikerin nach eigenem Bekunden neues literarisches Terrain bedeutet. Es ist schlicht die Prosa, die aus der Perspektive der Theaterfrau eine ungeheuer sinnliche Qualität bekommt (…) Die packenden Bilder, die die detailverliebte Autorin in ihren zahlreichen Hörspielen auf rein auditivem Weg zu transportieren gewöhnt ist, entwickeln in der für sie mit fast diebischer Freude neu entdeckten Gattung eine ganz eigene Wirksamkeit, die ohne das profunde Handwerk der Dramatikerin kaum vorstellbar wäre. Nun wartet das bemerkenswerte Prosadebut (…) auf eine sensible Leserschaft.“ Andreas Sprachmann, „Heilbronner Stimme“


„Wortgewaltige Dialoge voller Tempo und präzise geschilderte Situationen machen Sommerfeldts Roman „schlaglichter“ absolut lesenswert. Mit der Zeit gelingt es dem Kopf sogar, die Charaktere zu ordnen (eine Liste zu Beginn des Buchs hilft dabei). Über viele würde man gern mehr erfahren, etwa über Kasims Mutter Nilüfer, die sich heimlich und voller Scham in eine Lehrerin ihrer Kinder verliebt. Je länger man liest, umso mehr mag man die Charaktere und hofft, das Buch würde nicht enden. Was es aber doch tut. In Gedanken kann man aber viele Episoden ›weiterdrehen‹, was mitunter große Freude bereitet.“ Harald Gesterkamp, „Schnüss, das Bonner Stadtmagazin“ 


„Während Kindsvater Lorenz zum Hauptverdiener und Familienversorger wird, muss Meret erniedrigende Geburtsvorgänge über sich ergehen lassen und sich zudem von ihrer Karriere als Sängerin verabschieden. Nicht nur, weil Lorenz es von ihr verlangt, sondern auch, weil Künstleragenturen eine unflexible Mutter von vier Kindern nicht buchen. Meret wird so zum Opfer eines überkommenen Familien- und Frauenbildes, aber auch der gesetzlichen Unterhaltsregelungen.“ DLF Büchermarkt über schlaglichter von Lisa Sommerfeldt

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Dramatische Rundschau 06

FISCHER Taschenbuch 2024

Einträge im Register der Literaturzeitschriften

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

Krachkultur

Krachkultur 2025

Zuletzt durch Lisa Sommerfeldt aktualisiert: 12.06.2026

Literaturport ID: 2808