Ewart Reder wurde 1957 in Berlin (West) geboren und lebte dort bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr. Anschließend zog er für jeweils mehrjährige Aufenthalte nach Göttingen, München, Aschaffenburg und Offenbach am Main. Den Winter 1981/82 verbrachte er in Barcelona. Reder lebt heute in Maintal-Bischofsheim, einen Kilometer vor der Frankfurter Stadtgrenze.
In Göttingen und München absolvierte Reder zwei Literaturstudien. Intensiv beschäftigten ihn die klassische Moderne, die Exilliteratur, die literarische Gegenwart ebenso wie die Romantiker Brentano und Novalis, Grillparzer, Goethe natürlich und vorklassische Autoren wie Klopstock, John Dunne, Rabelais, Shakespeare, Hartmann von Aue. Die Auseinandersetzung mit dem, was an Literatur vorliegt, führte bei Reder zu einem ästhetischen Urteil, dem die eigenen Versuche lange Zeit nicht standhielten. Eine naive Erwartung kam hinzu: Literatur müsse, außer geschrieben zu werden, nichts für ihre öffentliche Wahrnehmung tun.
Entsprechend spät unternahm Reder seine ersten Versuche, literarische Veröffentlichungen zu erreichen: im Jahr 1998. Seitdem erscheinen literarische Texte von ihm, in Buchform und verstreut, in Tageszeitungen (FR, FAZ, nd u.a.), Zeitschriften (ndl, magazin, Lichtungen, Ossietzky, Der Literaturbote u.a.), Anthologien, im Rundfunk (rbb, hr, u.a.), am Literaturtelefon und im Internet. Zu Lesungen reiste Reder in viele Städte des In- und Auslands, nahm Einladungen zu internationalen Kongressen über Literatur an und erhielt eine Reihe von Auszeichnungen. Er ist/war unter anderem freier Mitarbeiter bei neues deutschland, poet, Kritisches Lexikon der Gegenwartsliteratur und Der Literat (für dessen letzte zehn Jahrgänge), Kolumnist der Zeitschrift eXperimenta (Reder und Antwort) und Mitbegründer der Literatursendung WortWellen beim Frankfurter Sender Radio X, wo er nach wie vor als Redakteur arbeitet. Im Rundfunk sowie für Zeitungen und Zeitschriften rezensiert er aktuelle Literatur und veröffentlicht Aufsätze. Die Freundschaft und Korrespondenz mit Autorenkollegen ist ein wichtiger Anreger seines Werks, das sich auf persönliche Erfahrung ebenso bezieht wie auf Prozesse in Politik und Geschichte, Natur, Kunst und das Geistergespräch über Räume und Zeiten hinweg. Nach wie vor charakterisiert ihn, was die FAZ aus Anlass seines Debüts schrieb: „Reder bleibt seinem Thema treu, den engen Beziehungen zu Menschen, Landschaften, Städten, getrieben von der Neugier aufs Fremde.“
Gearbeitet hat Reder, außer als Schriftsteller, schon als Kraftfahrer, Lagerarbeiter, Pflegehelfer, auf dem Bau und in der Messegastronomie. Seit 1992 ist er als Lehrer tätig. Gelegentlich tritt er als Keyboarder auf, auch bei Lesungen.
Reder ist verheiratet und hat einen Sohn.
Prämierung beim Literaturwettbewerb der IG Metall 1998
Zweite Runde des Mondsee-Literaturpreises
2000
Endrunde beim Wettbewerb "Haus am Süderwall" Otterndorf
2000 Prämierung beim Lyrikwettbewerb der Stadt Augsburg
2003 "Debütantenrunde" der Leipziger Buchmesse
2005 2. Platz beim "MediaSurfer" Wettbewerb der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk
2005 2. Platz beim Hanauer Medienpreis zur Zeitgeschichte
2005 Prämierung beim Siegfried-Grundmann-Wettbewerb durch den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt
2006 Endrunde beim Wettbewerb "Irseer Pegasus"
2007 Prämierung beim Literaturwettbewerb "Reise - Quickies"
2007 Prämierung beim Gedichtwettbewerb des Lichtstrahlverlags
2007 2. Platz beim "F & F Literaturpreis"
2008 Endrunde beim h+s Literaturpreis
2009 Endrunde beim Wiener Werkstattpreis
2010 2. Platz beim "MediaSurfer" Wettbewerb der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk
2010 Endrunde beim Preis der Münchner Menülesung
2011
Arbeitsstipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft 2012 - 2014
Endrunde beim erostepost Literaturpreis 2014
Endrunde beim Literaturpreis Leipzig im Gedicht 2014
Endrunde beim erostepost Literaturpreis 2015
Prämierung beim sola scriptura Literaturwettbewerb 2017