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»Skandinavisches Viertel« – Der Schriftsteller TORSTEN SCHULZ stellt seinen Berlin-Roman vor

Freitag, 29. November 2019

20:00 UHR

Torsten Schulz © Annette Hauschild

Veranstaltungsort

Gemeindesaal Hoppegarten

Lindenallee 14
15366 Hoppegarten
Tel.: 03342/300726
bibliothek.da-ho(at)gemeinde-hoppegarten.de
http://www.gbho.de/

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Eintritt: frei

Details

LESUNG UND GESPRÄCH

Über das Prosadebüt von Torsten Schulz Boxhagener Platz von 2004 urteilte damals sein zu dieser Zeit im literarischen Deutschland längst prominenter Schriftstellerkollege Christoph Hein: »Ein sehr jugendlicher Roman, der völlig stimmig und dessen frischer und naiver Ton bis zum Ende durchgehalten ist.« Wen wundert es, dass Matti Geschonneck (zuletzt verfilmte er Eugen Ruges In Zeiten des abnehmenden Lichtes) sechs Jahre später die intelligente und ungeheure komische Ostburleske, die im Jahre 1968 spielt, als turbulente Tragikkomödie ins Kino bringen wird, die auf der Berlinale Premiere feiert. Das Drehbuch schreibt der Autor zurecht selbst, weil er schon in seinem Roman den Leser nicht nur mit einer kunterbunten Handlung und feiner Ironie, sondern auch mit viel Sinn für knappen Berliner Sprachwitz verblüfft.

Nun hat Torsten Schulz mit Skandinavisches Viertel bei Klett-Cotta einen neuen Berlin-Roman vorgelegt, und erneut beweist er sein Talent als Erzähler, der in einer faszinierenden Zeitreise bewegend und komisch eine Geschichte eines Wohnungsmaklers nach dem Fall der Mauer erzählt, der Neureiche und Großkotze aus seiner Kindheitsgegend fernhalten will, aber letztlich einen aussichtslosen Kampf zwischen Geld und Moral führt. Die Geschichte des Haupthelden Thomas Wagner, der sich gegen eine Entwicklung stemmt, die er nicht aufhalten kann, ist in jedem Fall ein starker Filmstoff.

Torsten Schulz, 1959 in Ostberlin geboren, ist wahrlich vielseitig begabt. So hat er in den 1980er-Jahren an der Hochschule HFF Babelsberg Film- und Fernsehwissenschaften studiert. Er war Dramaturg im DEFA-Spielfilmstudio, um ab 1992 freischaffend als Schriftsteller und Drehbuchautor zu arbeiten. Er unterrichtet als Professor für Praktische Dramaturgie an der Filmuniversität Babelsberg »Konrad Wolf« und ist auch im Ausland gefragt, so war er u.a. an der Wits University Johannesburg oder an der University of Southern California in Los Angeles als Dozent gefragt. Torsten Schulz, der Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland ist, lebt in und bei Berlin.

»Es ist ein großer Roman über die Lüge, die aber verkleidet wird als Zauberei.«
HUBERT WINKELS, Deutschlandfunk

Die Reihe »Einfach lesen!« mit vier Veranstaltungen jährlich, die 2019 unter dem Motto »DEBÜTS & WIEDERBEGEGNUNGEN« steht, wird von der Gemeindebibliothek Hoppegarten und der Gruppe mach art im Hönower Bürger-Verein organisiert.

Platzreservierungen unter raymund.stolze@t-online.de

Veranstalter