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»Die Erfindung des Rußn« – Lesung mit Daniel Bayerstorfer und Tobias Roth

Sonntag, 02. Februar 2020

19:30 UHR

Veranstaltungsort

Neuer Salon der Brotfabrik

Caligariplatz 1
13086 Berlin
Tel.: +49 30 471 40 01
Fax.: +49 30 473 37 77
ag(at)brotfabrik-berlin.de
http://brotfabrik-berlin.de

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Eintritt: 6,- / ermäßigt 4,- Euro

Details

Wie können wir im Jahr 2020 mit einer knapp über einhundert Jahre alten Revolution in Kontakt bleiben? Wie gehen Dichter*innen heute mit der Münchner Räterepublik um, die maßgeblich von Autor*innen geschoben wurde? Die Münchner Autoren Tobias Roth und Daniel Bayerstorfer haben sich Kolleg*innen aus Vergangenheit und Erfindung vorgeknöpft und mit ihnen die Frage durchgespielt, wie politisch Lyrik denn nun sein sollte. Dabei wird ein Mischgetränk namens Rußnmaß zum Dreh- und Angelpunkt ihres epischen Langgedichts (Aphaia Verlag, 2018 ), einem Scherzo in Versen. Die beiden Autoren laden Sie ein zu einem wilden Ritt durch die Rotbayerische Geschichte mit lyrischen Bilderstürmen durch Bierhallen und Barrikadenkämpfe – und verunsichern die Faktenlage maßgeblich.

Daniel Bayerstorfer (*1989 in Gräfelfing) schreibt Prosa und Lyrik und ist als Übersetzer und Literaturvermittler tätig. Er unterrichtet Kreatives Schreiben für Schüler*innen am Literaturhaus München und organisiert die Münchner Lesereihe »meine drei lyrischen ichs« mit, sowie den regelmäßig stattfindenden Großen Tag der Jungen Münchner Literatur. Derzeit schreibt er an seinem ersten Roman über einen alten Griechen, der raucht.

Tobias Roth (*1985 in München) lebt nach Studien in Freiburg und Berlin wieder in seiner Heimatstadt. Er debütierte 2013 mit dem Gedichtband »Aus Waben« (Verlagshaus Berlin) und legte seither über zwei Dutzend eigene Titel, Herausgaben und Übersetzungen vor. 2017 wurde Roth mit einer Studie zur Lyrik der Italienischen Renaissance an der Humboldt-Universität Berlin promoviert. Er ist Gründungsgesellschafter des Verlags Das Kulturelle Gedächtnis, dessen erstes Programm 2017 erschien.

Veranstalter