Barbaros Altuğ arbeitete in der Türkei als Herausgeber und Kritiker für mehrere Zeitungen und Zeitschriften (1996-2008). Er schrieb zwei Jahre lang tägliche Kolumnen für die Zeitung Taraf (2009-2011).
Sein erstes Buch mit Artikeln über kultur, Reisen und Kunst “Some Like It Black” wurde 2012 in der Türkei veröffentlicht. Er veröffentlichte in der Türkei ebenfalls eine Anthologie mit dem Titel "Das Istanbul der Schriftsteller“, die ins Griechische übersetzt wurde (2012). Sein erster Roman "es geht uns hier gut" erschien 2014 auf Türkisch und wurde inzwischen ins Deutsche und Englische übersetzt.
2016-2017 lebte er in Paris und schrieb seinen zweiten Roman „Sticht in meine Seele“, dessen Thema der Völkermord an den Armeniern in der Türkei ist. Er spielt in Paris, Istanbul und Eriwan. Im Februar 2019 erhielt er ein Reisestipendium von der Hrant Dink Foundation, um in den Armenischen Archiven in Eriwan dafür zu recherchieren und beendete den Roman anschließend. Dieser Roman ist 2020 bei Orlanda Verlag erschienen. Er erhielt 2019 ein Stipendium von der internationalen Jury –Goethe Institut, Writers Unlimited Den Haag, IKSV foundation for arts and Culture of Istanbul- und wird 2020 einen Monat in den Niederlanden verbringen. Er bietet ein Arbeitsstipendium für Literatur in nichtdeutscher Sprache für Berliner Autorinnen und Autoren für das Jahr 2024 an.
Sein dritter Band der Exil-Trilogie „Ausländer“ ist im September 2022 sowohl in Deutschland als auch in der Türkei erschienen. Der neue Roman von Barbaros Altuğ, Die dunkelste Nacht eines langen Winters, wird im Jahr 2026 in Deutschland beim Orlanda Verlag veröffentlicht. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Was hat Sie nach Berlin verschlagen? Die Liebe? Der Zufall? Die Weltpolitik?
Berlin selbst und wir befinden uns immernoch in einer Art Hassliebe mit der Stadt, so wie es bei großen Liebesgeschichten eben ist.
An Berlin liebe ich:
Das Berghain.
In Berlin vermisse ich:
Das Meer, Möwen, Straßenkatzen, strahlende Gesichter und meine Kindheit.
Ein Lieblingsort in Berlin:
Der Buchladen Minoa im Prenzlauer Berg (Rykstrasse)
Sind Sie in Berlin ein anderer Mensch, eine andere Autorin, ein anderer Autor als im Land Ihrer Herkunft? Inwiefern?
Ich denke, dass nicht nur Autor*en andere Menschen werden, wenn sie in einem anderen Land leben.
Ein literarisches Werk, das ich gern geschrieben hätten:
Breakfast at Tiffany's.