Elfriede Czurda

© Renate von Mangoldt (2002)

Steckbrief

geboren am: 25.4.1946
geboren in: Wels, Oberösterreich
lebt in: Wien

Vita

Geboren 1946 in Wels, Kindheit und Jugend in Oberösterreich, später in Salzburg und ab 1972 Wien. Übersiedelte 1980 nach Berlin, pendelte immer ungleichgewichtiger zwischen Berlin und Wien und kehrte 2007 nach Wien zurück.
 
 
Ausbildung, Studien
 
– Handelsschule in Wels, 1960-62
– Bürojobs, daneben Arbeitermittelschule (=Abendgymnasium) in Linz, 1963-68
– 9 Monate Sprachaufenthalt in London 1968
– Studium der Kunstgeschichte und Ärchäologie in Salzburg und Paris 1968-1973.
Studienjahr 1972/73 zu Recherchen für die Dissertation über „Eugène Fromentin, Les Maîtres d’Autroefois“ in Paris. Promoviert 1974.
– einige Monat Arbeit als Kunsthistorikerin an der Öst. Kunsttopographie für den Bezirk Wels (Urkunden und Regesten zur Kulturgeschichte des Gerichtsbezirkes Wels, Archivalienband, hsg. von Kurt Holter, Linz 1980)
 
 
Anfänge
 
– erste literarische Publikationen in der Zeitschrift „neue texte“, Linz 1974 und 1975/76 für eineinhalb Jahre Generalsekretärin der Grazer Autorenversammlung, unter den Präsidenten H.C. Artmann; gefolgt von Ernst Jandl und Heimrad Bäcker, zu Bäckers Zeit Vizepräsidentin
– Lektorin in der EDITION NEUE TEXTE des Heimrad Bäcker, zusammen mit Friedrich Achleitner, Gerhard Rühm, Reinhard Priessnitz, Linz, 1976-1981
– erste Buchpublikation beim rainer-verlag in Berlin 1978
– erstes Hörspiel, das nach den Bremer Hörspieltagen von ORF und Radio Bremen produziert wird, 1979
– Übersiedlung nach Berlin 1980
– erste Buchpublikation bei Rowohlt 1982
– erste Hörspielregie eines eigenen Hörspiels beim SFB 1982
 
 
Dozenturen
 
– Schreibwerkstatt an der TU Berlin (Soziologie) 1989
– Universität Wien, Theaterwissenschaft, 1992 + 1994
– Schule für Dichtung, Wien 1994 und Frankfurt/M., Städel, 1995
– Writer in Residence an der Keio-Universität, Tokio, 1996
– Writer in Residence an der Ohio State University Bowling Green,1997 + 1998
– Gastprofessur Intercultural Studies an der Nagoya City University, 2005 + 2007
 
 
Auszeichnungen
 
– Hörspielpreis des Österreichischen Rundfunks, ORF 1980
– Marburger Förderpreis für Literatur 1981
– Sandoz-Preis für Literatur, Wien 1982
– Österreichischer Förderpreis für Literatur 1984
– Theodor-Körner-Preis, Wien 1984
– Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, Literaturfonds-Stipendium 1985 + 1989
– Elias-Canetti-Stipendium, Wien 1991 + 2003
– Alexander Sacher-Masoch-Preis, Wien 1997
– Oberösterreichischer Landeskulturpreis für Literatur 2000
– Österreichischer Würdigungspreis für Literatur 2008

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Einträge im Register der Literaturzeitschriften

Übersetzungen

Michèle Métail, Gehen und Schreiben

DAAD Berliner Künstlerprogramm2002 Prosa und Gedichte

Bambote Makombo, Tagebuch eines Bauern aus Zentralafrika

LCB-Editionen1983 Roman

Herausgeberschaften

Mustermädchen/Mädchenmuster

Konkursbuch, Thübingen1996 Essays

Beispiele zeitgenössischer Frauendarstellung in der Literatur, zus. mit Elfriede Gerstl

Wespennest, Wien1981 Essays

sonstige Werke

Hörstücke
 
Der Fußballfan oder Da lacht Virginia Woolf, ORF/Bremen 1979 (Regie: Heinz Hostnig), Hörspielpreis des ORF 1980.
Der Rabe oder Ein Märchen vom verstockten Sprechen, SFB 1982 (Regie Urfassung: Ulrich Gerhard; Regie Zweitfassung: Elfriede Czurda)
Sprechprobe oder Jede Stadt liegt im Westen, ORF 1984 (Regie: Elfriede Czurda)
Autobahn oder Jede Gesellschaft macht ihre Mörder, Bremen/ORF, 1984 (Regie: Elfriede Czurda)
Krieger, ORF, 1994 (Regie: Lucas Cejpek)
Das Nirgendwo die Nacht. ORF, 1997, (Regie: Elfriede Czurda)
Rondo in P-Dur, ORF, 2001, Kunstradio, Ltg. Christiane Zintzen (Regie, Sprecher: Elfriede Czurda)
 
 
Dramatisches
 
Die Giftmörderinnen (Dramatisierung + Regie Max Eipp) UA 13. 1. 93 Hamburg (Kampnagel-Fabrik) 1993, Wh. 1994, 1995, 1996, und in Freiburg/Br., Hof;
Die Giftmörderinnen (Dramatisierung + Regie Jenke Nordalm und Daniela Kranz) UA 2.8.2001, Wh. 12/2001 Berlin (Sophiensäle); Wismar (Stadttheater), Zürich (Winkelwiese)
Bettina und Achim von Arnim, Ehebriefwechsel. Dramatisierung für dramatisierte Lesung Libgart Schwarz + Peter Fitz; 1994; WH 2000 (Auftrag/Aufführungsort) Schloß Wiepersdorf.
 
 
Visuelle Poesie, Fotoarbeiten (Gruppenausstellungen)
 
Kunst aus Sprache, Wien (Museum des 20. Jahrhunderts) 1976, Katalog, Linz (Neue Galerie) 1977, Graz (Neue Galerie) 1977, derselbe Katalog
Vom Aussehen der Wörter, Hannover (Sprengel-Museum) 1980; Katalog
W-O Visuelle Poesie in Berlin, Berlin (Galerie Pankow) 1999; Katalog
Geschwindigkeit, scriptural; Berlin (Galerie Weiss Kunstbewegung), 2001
GRAUsam, Kunstuniversität Linz, 30 Jahre GAV, 2003
3 durch 3; Sprachbilder, Reihe Sprachkunst, Kunsttempel, Kassel 2004
31 (von 366) Mikroessays: ich, weiß + 31 (von 366) Fotos von Werner Neuner, Palais Thurn und Taxis, Bregenz, 1. 10. bis 13. 11. 2011, Berufsvereinigung bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs, Idee & Kurator: Christoph Aigner.

Literaturport ID: 203