Jochen Hauser

Steckbrief

geboren am: 23.11.1941
geboren in: Chemnitz/Sachsen/Deutschland
lebt in: Berlin, Mitte

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Vita

Jochen Hauser wurde 1941 in Chemnitz geboren, aufgewachsen ist er in Borna, einer Kleinstadt nahe Leipzig. Seine Mutter war Hausfrau, sein Vater (ein gebürtiger Oberbayer) Arbeiter im Braunkohlentagebau. Zu schreiben hat er bereits mit siebzehn Jahren begonnen. Die "Leipziger Volkszeitung" druckte seine ersten kleinen Geschichten. 1960 machte er das Abitur. Danach ging er für ein Jahr als Hilfsarbeiter in eine Brikettfabrik. Ein weiteres Jahr war er im Kreiskabinett für Kulturarbeit beschäftigt. 1962 begann er an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg Dramaturgie zu studieren. Bereits während des sehr praxisbezogenen Studiums bekam er Kontakt zur Hörspieldramaturgie. Als er 1966 das Studium mit dem Diplom abschloß, wurde er Dramaturg in der Abteilung Hörspiel für Erwachsene im Staatlichen Komitee für Rundfunk in Berlin. 1966 wurde dort sein erstes Hörspiel uraufgeführt. Auch in den folgenden Jahren war Hauser zugleich Dramaturg und Autor. 1972 entschloß er sich dann, nur noch als freischaffender Autor tätig zu sein. Er schrieb sowohl Belletristik als auch Fernsehspiele nach epischen Vorlagen. Und dem Genre Hörspiel blieb er selbstverständlich weiterhin treu. Von seinen Büchern war der Roman "Familie Rechlin", die Geschichte einer Berliner Arbeiterfamilie außerordentlich erfolgreich; die Auflage betrug in der DDR rund dreihunderttausend Exemplare. Der Roman wurde auch durch einen zweiteiligen Fernsehfilm (Regie: Vera Loebner, Hauptdarsteller: Marianne Wünscher, Gerry Wolf) bekannt.
Nach der "Wende" brachen für Hauser erst einmal sämtliche Verbindungen zu Verlagen und Massenmedien weg, doch es fand sich zu seinem Glück recht schnell Beschäftigung als Szenerist von Fernsehserien. Auch begann er 1999 eine Kolumne für die Programmzeitschrift "FF dabei" zu schreiben. Mittlerweile sind dort weit über 500 Beiträge unter dem Titel "Die Müllerin sieht fern" erschienen.
Hauser wohnt seit 1964 in Berlin und ist bekennender Fan dieser großartig vielgesichtigen Stadt, in der sich die Bewohner zuallererst durch ihren lakonischen Humor und ihre Bereitschaft, jedweder Obrigkeit sehr kritisch gegenüberzustehen, auszeichnen.
Hauser ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er hofft, noch einige gute Jahre vor sich zu haben. Jahre, in denen er - unabhängig vom Kommerz - schreiben möchte, was ihm am Herzen liegt.

Würdigung

1978 Nationalpreis der DDR (im Kollektiv)
1982 Goethepreis der Stadt Berlin

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

sonstige Werke

Hör- und Fernsehspiele:

- "Ich bin der Häuptling", HSP, 1966 (Rundfunk der DDR)
- "Und meine Tauben", HSP, 1967 (Rundfunk der DDR)
- "Posaunentöne", HSP, 1971 (Rundfunk der DDR)
- "Ritter Schnapphanski und seine Widersacher", HSP, 1972 (Rundfunk der DDR)
- "Im Schrank, unterm Bett oder Wo", HSP, 1983 (Rundfunk der DDR)
- "In Zeitung gewickelt", 1992 (MDR)
- "Der Sohn des Schauspielers", Fernsehspiel, 1980 (Fernsehn DDR)
- "Familie Rechlin", 2tlg. Fernsehspiel, 1982 (Fernsehn DDR)
- "Pause für Wanzka", 1989 (Fernsehn DDR)
- "Als ich Vatis Auto verborgte", FSP für Kinder, 1988 (Fernsehn DDR)
- "Für alle Fälle Stefanie", 8 Folgen, 1995-1997 (Nova Film)
- "Der Landarzt", 36 Folgen, 1996-2005 (Nova Film)

Literaturport ID: 291