Ulrike Anna Bleier

Ulrike Anna Bleier
© Rynek

Steckbrief

geboren am: 9.2.1968
geboren in: Regensburg/Bayern
lebt in: Köln

Vita

Ulrike Anna Bleier ist 1968 in Regensburg geboren. Studium der Angewandten Sozialwissenschaften, Linguistik, Indogermantistik und Phonetik in Köln. Sie arbeitet als freie Autorin, Journalistin und Projektleiterin.

Im Herbst 2016 erschien ihr Debütroman Schwimmerbecken in der edition lichtung. 2014 wurde ihre Erzählung Miriam in der Edition 12 Farben publiziert sowie der Literatur Quickie Fränkie und das Wesen der Dinge (Kunstpreis des Kreises Viersen 2009). Weitere Texte erschienen in Literaturmagazinen (u.a. poet, erostepost, LICHTUNGEN) und Anthologien. 


 

Würdigung

- Writer in Residence, Franz-Edelmaier-Residenz für Literatur und Menschenrechte, Meran (Italien) 2017
- Förderprogramm der Sparkasse KölnBonn (betreut durch die SK-Stiftung Kultur) 2015
- Arbeitsstipendium des Landes NRW 2014
- Finalistin beim MDR-Literaturpreis Leipzig 2013
- Projektstipendium der Autorinnenvereinigung 2012
- Kunstpreis des Kreises Viersen (Literatur) 2009
- Preisträgerin beim Exil Literaturpreis Wien 2007 unter dem Pseudonym Greta Donau
- Preisträgerin beim Leverkusener Short-Story-Preis 2005 unter dem Pseudonym Greta Donau

Aktuelles

Im Herbst 2016 erschien Ulrike Anna Bleiers Debütroman Schwimmerbecken in der edition lichtung.  Der Roman hat bei den Kritikern begeisterte Reaktionen ausgelöst. Sie loben den kunstvoll gewobenen Roman: Die 58 Episoden in „Schwimmerbecken“ können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden und folgen so der sprunghaften Gedankenwelt der Protagonistin. Im Januar 2017 war der Roman „Buch der Woche“ auf WDR5 und im April 2017 Oster-Tipp in der BR-Bücherschau. 

Pressestimmen (Auswahl)
Eine grandios dichte Spurensuche
Der Sprunghaftigkeit der Ich-Erzählerin entspricht die Episodenhaftigkeit des Romans. Es wirkt alles, was sie erzählt, nebensächlich, wenn auch jede kleine Geschichte in sich schlüssig konstruiert ist. Doch allmählich entfaltet der Roman – ähnlich dem in die Seelen der Einheimischen sickernden schwarzen Wasser der Kollbach – einen intensiven Sog, der unaufhaltsam in die grandios dichte Spurensuche hineinreißt. Sabine Reithmaier, Süddeutsche Zeitung

Buch der Woche im Januar 2017 auf WDR5
Es ist eine der vielen Stärken dieses Buches, dass es das Wechselverhältnis zwischen Menschen und Orten auslotet. Und es findet dafür eine Sprache, die hochemotional ist. Ulrike Anna Bleier schafft es, einen Kollbach-Mythos zu beschwören. Mithu Sanyal, WDR5-Literaturmagazin „Bücher“

Eine ungeheure Aufregung beim Leser
Diese Bedrohung ist es, die den Leser begierig umblättern lässt, genauso wie der vermeintlich geradlinige Stil der Autorin, der durch seine Formulierungslust beständig zu versteckten Ebenen führt, mäandernde Seitenarme mitliefert, die genauso schwarz schillern wie der Fluss, der dem Dorf den Namen gegeben hat. Bleier verknüpft nach und nach völlig unaufgeregt, geradezu en passant Figuren und Situationen miteinander und löst dadurch eine ungeheure Aufregung beim Leser aus. Guy Helminger, Luxemburger Tagblatt

Kompakt, stark und unverwechselbar
Bleiers Geschichte ist voller Bitterstoffe, die sich am Ende zu einem Aroma verdichten, das den Roman kompakt, stark und unverwechselbar macht. Alexandra von Poschinger, Passauer Neue Presse

Eine Atmosphäre der Bedrohung
Über allem liegt eine Atmosphäre der Bedrohung, die Luft wird dünn, die Wände rücken näher, es ist beklemmend. Nun ist der menschliche Abgrund in dörflicher Umgebung freilich kein neuer Ansatz, doch Schwimmerbecken weiß ihn so gekonnt zu variieren und in so wirkmächtige, immer wieder vom bayerischen Idiom durchsetzte Sprache umzusetzen, dass am Ende, trotz mancher offenen Frage, eine intensive Lektüre dabei herauskommt. Sophie Weigand, Literaturen – Blog für Literatur und Buchkultur

58 Kurzkapitel über die Abgründe menschlichen Daseins
Die Düsternis und unterschwellige Gewalt, die diesen spannungsgeladenen Roman prägen, könnten durchaus heftig an der Seele zehren. Die allgegenwärtige Angst, in der die Ich-Erzählerin gefangen ist, könnte Beklemmungen hervorrufen. Wie die Autorin solche Wirkungen zuwege bringt, ist grandios ... Schwimmerbecken ist mehr als ein bayerischer Dorf- oder Heimatroman, mehr als eine raffiniert gebaute psychologische Studie. Schwimmerbecken ist ein bewegender und sehr kunstvoller Episodenroman – 58 Kurzkapitel über die Abgründe menschlichen Daseins. Klaus Hübner, Literatur in Bayern & Literaturblatt für Baden-Württemberg

Ein welthaltiges Stück Literatur
Geschickt ist der Roman aufgebaut, man kann überall beginnen und dennoch enthält er eine verdeckte Dramaturgie, mit der Ulrike Anna Bleier ihre Leser belohnt. Der leicht melancholische Unterton ist fein abgestimmt auf die Episoden des Dorflebens. So dass man ein welthaltiges Stück Literatur vor sich hat, dessen Geheimnissen man gerne folgt. Thomas Linden, Kölnische Rundschau

Nächste Lesungen: 
Sulzbach-Rosenberg, Literaturhaus Oberpfalz, 4. Mai, 19.30 Uhr
Massing, Freilichtmuseum, 5. Mai, 20 Uhr
Viechtach, Stadthalle, Literaturrevue, 27. Oktober, 20 Uhr

Weitere Rezensionen, Aktuelles unter www.bleier-online.de

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Grenzlandschaften: oder Die Wut der Schafe. Anthologie zum Koogschreiberamt 2016

Geest-Verlag2016-08-01 Kurzgeschichte

Das Kölner Kneipenbuch: Kölner Autoren und ihre Kneipen

DuMont Buchverlag2011-10-12 Kurzgeschichte

Risikoanalyse: Die besten Geschichten aus dem MDR-Literaturwettbewerb 2013

Poetenladen2013-05-02 Kurzgeschichte

exil literaturpreise 07 - passwort: Das Buch zum exil-literaturpreis 2007 "Schreiben zwischen den Kulturen"

edition exil2007-11-10 Kurzgeschichte

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

mosaik

Salzburg2017 Zeitschrift für Literatur und Kultur

LICHTUNGEN - Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik

Graz2013 Kindspech; Romanauszug

Erostepost Literaturzeitschrift

Salzburg2011 Den Vater fahren; Kurzgeschichte

Hammer + Veilchen 2014: Jahrbuch (Hammer + Veilchen, Jahrbuch)

Emig, Günther2015-02-01 Zwei Zigaretten; Kurzgeschichte

poet nr. 13: Literaturmagazin

Poetenladen2012-08-30 Andy Warhols Schuhe; Kurzgeschichte

Zuletzt durch Ulrike Anna Bleier aktualisiert: 24.05.2017

Literaturport ID: 2819