Volker Kaminski

Lesung bei Frick am Graben, Wien

Steckbrief

geboren am: 14.7.1958
geboren in: Karlsruhe / Baden-Württemberg / Deutschland
lebt in: Berlin, Wilmersdorf-Charlottenburg

Telefon: 030 8928946

Vita

Volker Kaminski wurde 1958 in Karlsruhe geboren; dort wuchs er auf und ging zur Schule. Nach dem Abitur und diversen Jobs zog er 1980 nach Freiburg, wo er ein Jahr später das Studium der Germanistik und Philosophie aufnahm. Nach dem Grundstudium wechselte er 1983 an die Freie Universtität Berlin, wo er 1990 sein Magisterstudium mit einer Arbeit über zwei Dramen von H. v. Kleist abschloss. Während des Studiums arbeitete er als Nachhilfelehrer und Betreuer in Weddinger Kinderläden. In diese Zeit fallen auch viele literarische Versuche, die 1988 zu einer ersten Veröffentlichung im Sender Freies Berlin führten (Christian Brückner las die Erzählung "Gakellupo"). Der ursprüngliche Traum, Malerei zu studieren, war zu diesem Zeitpunkt bei Kaminski immer schwächer geworden, ohne dass die Vorstellung eines freien Schriftstellerlebens schon an seine Stelle getreten wäre.

Das Ende des Studiums fiel mit einem Umzug von Berlin-Wedding nach Charlottenburg zusammen. In dieser Wohnung nahe des Kurfürstendamms lebt er mit seiner Frau Martina. Parallel zu diversen Aushilfsjobs beim Tagesspiegel und einem Praktikum beim Verlag Elefantenpress begann sich die schriftstellerische und journalistische Produktion zu steigern. Nach diversen Veröffentlichungen (z.B. im "zitty" und im "Tagesspiegel" wurde 1993 das erste längere Manuskript, die Novelle "Die letzte Prüfung", vom Verlag Klaus Wagenbach angenommen. Nach der Publikation weiterer Romane und Erzählungen und der Förderung durch diverse Stipendien stand der Entschluss fest, das Schreiben zum Hauptberuf zu machen. Prägend waren einige Aufenthaltsstipendien, vor allem im Künstlerdorf Schöppingen, wo sich ein spannender und bleibender Kontakt zu Künstlern aus aller Welt ergab (z.B. aus Polen, Irak, China, Rumänien).

Auch Lesungen und das direkte Gespräch mit dem Publikum zählen für Kaminski zu den angenehmen Seiten des Schriftstellerberufs. So besucht er zum Beispiel häufiger ein Oberstufenzentrum in Berlin, wo er zu Lesung und Gespräch mit den Schülern eingeladen wird. Gerne tut er sich bei Lesungen auch mit einem befreundeten Jazz-Trio zusammen und schreckt auch vor halb-privaten Salonlesungen und der Teilnahme an hochoffiziellen Veranstaltungen der Landesvertretungen in Berlin nicht zurück - fast immer ergeben sich an solchen Orten nette Gespräche und die Möglichkeit, über den Tellerrand der Literaturszene hinauszublicken.

Neben der literarischen Arbeit hat der Autor die journalistische Textform Glosse für sich entdeckt. Diese Prosatexte erscheinen in regelmäßigen Abständen im Feuilleton der Berliner Zeitung - in der Kolumne "unterm strich".

Regelmäßig rezensiert er auch Romane, vor allem aus dem arabischen/persischen/türkischen Sprachraum, die in deutscher Übersetzung vorliegen. Zu lesen sind diese Rezensionen überwiegend auf dem Online-Portal der Deutschen Welle und des Goethe-Instituts "www.qantara.de", bzw. in Zeitschriften wie zum Beispiel "Kulturaustausch" oder "Am Erker".

Seit dem Wintersemester 2014/15 unterrichtet er als "Creative-Writing"-Dozent an der Alice Salomon-Hochschule das Wahlpflichtmodul "Romanwerkstatt". Es handelt sich um ein Masterstudiengang für Biographisches und Kreatives Schreiben. Der Studiengang ist ein E-Learning-Studiengang, d.h. der Dozent und die Studierenden kommunizieren über eine Lernplattform per Internet. Allerdings gibt es auch ein Präsenzwochenende. Spannende Herausforderung! Im nächsten Semester kommt das Modul 'Lesebiographien - Schreibbiographien' hinzu.

Würdigung

1996 Alfred Döblin Stipendium
1996 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1997 Aufenthalt in der Dichterwohnung in Soltau
1998 Arbeitsstipendium des Berliner Senats
2003 Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen
2008 Aufenthalt im Künstlerhaus Edenkoben

Aktuelles

neue Buchveröffentlichung!

Am 5. September 2016 ist mein neuer Roman "Rot wie Schnee" im Wiener Verlag Wortreich erschienen:

www.verlag-wortreich.at

Und worum geht's? Hier der Klappentext:

Tom Lautenschläger, ein seit Jahren gefragter, erfolgreicher Maler großer Bilderserien vom „schönen mondänen Leben“, thematisiert eines Tages Kriegserfahrungen und Gewalt. Er malt ein Bild von einem Jungen im „roten Schnee“ – ein Bild, das er aus den Fluchterzählungen seines Vaters zu kennen glaubt.

In der Folge kommt es in seinem Atelier zu aberwitzigen Verwicklungen. Er erhält Besuch von seinem toten Vater, mit dem er unversehens in einen Dialog über den Zweiten Weltkrieg tritt und der ihm in seine Arbeit hineinzureden versucht. Zum Schrecken von Toms Galeristen verändert sich das vielversprechende Bild von dem Jungen im Schnee auf unerklärliche Weise von selbst. Doch nach und nach ändert sich auch Toms Sicht darauf, als er in unzähligen Gesprächen Schicht um Schicht von der eigenen Familiengeschichte abträgt, und parallel dazu die Farbe auf immer neuen Leinwänden aufträgt. Wer ist der geheimnisvolle Junge auf dem Schneebild – eine Erfindung oder doch eine lang verdrängte Erinnerung?

In seinem spannend und temporeich erzählten Roman zeigt Volker Kaminiski die Kunst als akribische Forschungsarbeit, als Grenzwanderung zwischen Rationalem und Irrationalem und als große Reise ins eigene Herz.

Hier ein Link zur Sendung "Quergelesen" auf rbb-Info-Radio vom 2. 10. 2016, in der "Rot wie Schnee" vorgestellt und ich dazu interviewt wurde: www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/quergelesen/201610/61106.html


 

Nächste Lesungen daraus:

Ein Lesetermin aus „Rot wie Schnee“ für 2017 steht schon fest:


Di. 28. 2. 2017, in der Volkshochschule Spandau, Karl-Schurz-Straße 17, Raum 0.02, 18:30 – 20.00 Uhr. Eintritt 5/2,50 Euro


 


 

 


Gerade erschienen: meine Erzählung "Alessandro" in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter" (Heftnummer 217).


Das alte Spiel der Geschlechter in zeitgemäßer Form. Alessandro, Kellner in einem Restaurant auf Capri, wird von einer deutschen Touristin gelockt und "gekapert" - er soll ihr einen Tag schenken und den Reiseführer spielen. Beim gemeinsamen Besteigen des Vesuvs erlebt Alessandro erstaunliche Gefühls-"Eruptionen"...


 


 

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Das auffallend unauffällige Leben der Haushälterin Hannelore Keyn in der Villa Grassimo zu Wewelsfleth: Geistergeschichten

Verbrecher2016-09-30 Gruselgeschichte

Ei-Buch

Achter2013-02-19 Kurzgeschichte

Auf dem Wasser, in: Neues Karlsruher Lesebuch - Eine Anthologie

Info Verlagsges.2010-06-17 Kurzgeschichte

Give me life! - Van der Graaf Generator, in: Beat Stories, hg. Th. Kraft

Blumenbar2008 Essay

Von Kühen und Kamelen, in: Damals hinterm Deich

Steidl Göttingen2002 Essay

Der Kurgast, in: sondern anderswo

Literarische Gesellschaft Karlsruhe1996 Erzählung

Lissabon. Fado. Handgekurbelt

PalmArtPress Berlin2014 Erschienen als Einblattdruck Nr. 99, Text und Zeichnung

Hopfenduft und Butterbrezel: Karlsruher Kinder erzählen

Info Verlagsges.2012-10-23 Erzählung

Kaiserliches Asyl, in: Das Buch Nero - Festschrift für einen Dienstkater

Wunderhorn2009-07 Kurzgeschichte

Der arme Poet, in: Am Erker

Am Erker2005 Essay

Der Kurgast, in: Erwartungsland

Wunderhorn Heidelberg1997 Erzählung

Ohne Stimme, in: Wenn der Kater kommt

Kiepenheuer und Witsch Köln1996 Erzählung

Einträge im Register der Literaturzeitschriften

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

"Alessandro"

Böhlau Köln2016-03-07 Kurzgeschichte

Er sieht dich, in: SIGNUM, Blätter für Literatur und Kritik

Norbert Weiß, Dresden2015-01 Kurzgeschichte

Surviving Hell, über: Najem Wali, "Bagdad... Marlboro", in: BANIPAL" 52

Banipal-Verlag, London2015 Review

Frau mit grünem Tuch, in: AM ERKER. Heft 65

Daedalus-Verlag2013-06 Kurzgeschichte

The Top Project, a story about my father, in: BANIPAL 42

Banipal-Verlag, London2011 short story

Das Geheimnis der Siedlung, in: SPRITZ, Sprache im technischen Zeitalter, Nr.192

SH-Verlag, Köln2009 Kurzgeschichte

Mit der Strömung, Spritz, Sprache im technischen Zeitalter

SH-Verlag Berlin2008/185 Seite 113-120

Hasenjagd, Das Magazin

Seitenstraßen Verlag Berlin2006 Seite 78-81

Seeluft, ndl

Schwartzkopff Buchwerke Berlin2004/6 Seite 62-65

Vince, in: AM ERKER, Nr. 69 Tausend Zeichen

Daedalus Verlag Münster2015-06 Kurzgeschichte

"Full of wit and cryptic comedy" über: Sakarija Tamer: "Die Hinrichtung des Todes", in: BANIPAL 53

Banipal-Verlag, London2015 Review

Von Biberköpfen und Kehlmännern, in: Allmende Nr. 92

Info Verlagsges.2013-11-28 Essay

Charlys Beichte, in: Am Erker, Nr. 63

Daedalus-Verlag2012 Kurzgeschichte

Alles für Elise, in: SIGNUM, Blätter für Literatur und Kritik

Norbert Weiß, Dresden2010 Kurzgeschichte

Fischlaut, in: Am Erker Nr. 57

Daedalus Verlag2009 Kurzgeschichte

Wie beim Tatort, Das Magazin

Seitenstraßen Verlag Berlin2008 Seite 88-91

Sweet Home, Sprache im technischen Zeitalter

SH-Verlag Berlin2005/174 Seite 131-139

Stadlers Ewigkeit, Sprache im technischen Zeitalter

SH-Verlag Berlin1998/148 Seite 465-472

Über Werk / Autor

Kürschners Deutscher Literatur-Kalender / 2014/2015

De Gruyter2014-08-28 Lexikonartikel

Lexikon d. dt.spr. Geg.wartslit.

Nymphenburger2003 Lexikonartikel

Deutsche Literatur 1994

Reclam Stuttgart1995 Aufsatz

Karlsruher Köpfe

Info Verlag2004 Lexikonartikel

Deutsche Phantastik

Wilhelm Fink1999 Essay

sonstige Werke

September 2016: Rundfunk-Interview mit Ute Büsing zum Roman "Rot wie Schnee", ausgestrahlt in der Sendung "Quergelesen" (RBB-Inforadio) - gleich am Anfang der Sendung!


http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/quergelesen/201610/61106.html


 


Lesungen im RBB-Kulturradio in der Reihe "Kulturtermin", z.B. aus "Legenden", 19.7.08 und "Gesicht eines Mörders", 12.5.07. "Gesicht eines Mörders" erschien 2014 als Buch in Lindemanns Bibliothek, Info-Verlag, Karlsruhe.

Lesungen auf Dichterlesen.net

Zuletzt durch Volker Kaminski aktualisiert: 26.11.2016

Literaturport ID: 338