Wolfgang Müller

© Malte Ludwigs

Steckbrief

Pseudonym: Úlfur Hródólfsson
geboren am: 24.10.1957
geboren in: Wolfsburg, Niedersachsen
lebt in: Berlin, Kreuzberg

Kontakt: Waldemarstraße 48, 10997 Berlin

Vita

Wolfgang Müller ist Gründer und Kopf von Die Tödliche Doris, die er 1980 mit Nikolaus Utermöhlen in Westberlin gründete (www.die-toedliche-doris.de). Die Tödliche Doris existierte von 1980 - 1987, schuf ein die künstlerischen Genres übergreifendes Werk: Konzeptkunst, Fotografie, Malerei, Musik, Performance. Die Tödliche Doris wurde 1987 als offizieller Teilnehmer der documenta 8 in Kassel eingeladen. Die Gruppe, der zeitweise auch Tabea Blumenschein, Christine Dreier und Käthe Kruse angehörten, trat in West- und Osteuropa, im Museum of Modern Art in NY, USA und in Japan auf.

Der Autor, Künstler und Musiker Wolfgang Müller gab 1982 das Manifest „Geniale Dilletanten“ im Merve-Verlag heraus. Nach Auflösung der Band 1987 publuzierte er BAT, eine Schallplatte mit hörbar gemachten Ultraschallecholauten von Fledermäusen. Ende der 80er richtete sich sein Interesse verstärkt auf Island, wo er seitdem häufig anzutreffen ist. Wolfgang Müller aka Úlfur Hródólfsson - die Übersetzung seines Namens ins Isländische - schrieb zahlreiche Hörspiele für den Bayerischen Rundfunk (u.a. Das Thrymlied/Das Echo ist der Zwerge Sprache), veröffentlichte zahlreiche Schallplatten und Bücher. Darunter „BLUE TIT – das deutsch-isländische Blaumeisenbuch“ (Martin Schmitz Verlag 1997), die CD „Mit Wittgenstein in Krisuvik“ (A-Musik 2002) und die DVD/das Buch "Gehörlose Musik: Die Tödliche Doris in gebärdensprachlicher Gestaltung" (Edition Kroethenhayn 2006), "Neues von der Elfenfront - Die Wahrheit über Island" (Edition suhrkamp 2007), "Kosmas" (verbrecher Verlag  2011),  "Subkultur Westberlin 1979 - 1989.Freizeit" (Philo Fine Arts 2013). Für die Online-Seite des Bayerischen Rundfunks 2 produzierte er 2012 "Séance 2" - statt eines "Hörspiels", ein "Gebärdenspiel", in dem die ausgestorbene nordamerikanische Wandertaube im Zentrum steht - interpretiert auschließlich in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Als Kurator konzipierte er gemeinsam mit An Paenhuysen die Ausstellung "Valeska Gert: Bewegte Fragmente" (Hamburger Bahnhof - Museum der Gegenwart, Sept 2010 - April 2011) und 2012 "Gebärde Zeichen Kunst - Gehörlose Kultur - Hörende Kultur" (Kunstraum Kreuzberg Bethanien).
 
Als Präsident der „Walther von Goethe Foundation“ vermittelt Müller seit der Schließung des einzigen Goethe-Institutes in Reykjavik im Jahr 1998 Kultur zwischen Island und Deutschland. Im Jahr 2002 veröffentlichte die Foundation die Erstübersetzung von Goethes Werk "Die Metamorphose der Pflanzen" ins Isländische durch Jón Atlason. Von 2002-2003 lehrte Müller als Professor an der HfBK in Hamburg im Bereich "Experimentelle Plastik" unter anderem Elfen-, Zwergen- und Sexualkunde.

Für sein Hörspiel "Séance Vocibus Avium" erhält er 2009 in Donaueschingen den Karl-Sczuka-Preis.

Würdigung

Karl Sczuka-Preis 2009 

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Kann man etwas machen, was nicht Musik ist? Magnet banduntergrund DDR 1979 - 1990

Verbrecher Verlag Berlin2006

Über isländische Literatur

Bücher Magazin2005

Fallen und Untiefen in der Wahrnehmung Islands

folio Verlag , Wien2003

Kotyledonen & Die Walther von Goethe Foundation

Feinmotorik Kompendium, Maas Verlag, Berlin2005

Das ers