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Klimawandel in Poesie

Samstag, 26. Mai 2018

20:00 UHR

Tsead Bruinja (c) Hilde Brandsma

Veranstaltungsort

Akademie der Künste, Hanseatenweg

Hanseatenweg 10
10557 Berlin

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Eintritt: 12/8 €

Details

Mit Tsead Bruinja NLD | Imtiaz Dharker PAK | Kendel Hippolyte LCA | Jessie Kleemann GRL | Outspoken ZWE

Moderation: Daniela Seel DEU Herausgeberin, Dichterin

Die Erderwärmung regt die Fantasie an, zumindest die ihrer Leugner: Donald Trump hält sie für eine Erfindung von China, das der amerikanischen Wirtschaft schaden will und die AfD verdreht Ursache und Wirkung, wenn sie die „Massenmigration” nach Europa für die Erderwärmung mitverantwortlich macht. Diese und andere krude Theorien lenken nicht davon ab, dass erste Inseln im Meer verschwinden, Gletscher schmelzen, Hurrikans und Überschwemmungen Landstriche unbewohnbar machen und Dürren die Verelendung ganzer Regionen vorantreiben. Längst lösen Klimakatastrophen Flüchtlingswellen aus, und auch in Europa ist nicht nur „Holland in Not“, wenn staatliche Programme zur Erweiterung der Deichanlagen aufgelegt werden.
Die Poesie beschäftigt sich längst mit diesem Thema. Sie kann die Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen, die im Unsichtbaren wie Sichtbaren wüten, sprachlich anders fassen und begreiflich machen. In einer Gesprächs-Lesung ruft der karibische Autor Kendel Hippolyte in Erinnerung, dass der Mensch anders mit der Umwelt umgehen würde, wenn er die Natur als eigene Mutter verstünde. Die britisch-pakistanische Autorin Imtiaz Dharker macht den Klimawandel zu einer persönlichen, privaten und erfühlbaren Angelegenheit, und die grönländische Autorin Jessie Kleemann verfasst ihre melodischen Texte auf Inuit: einer Sprache und Kultur, in der Natur und der Klang von Sprache direkt miteinander verwoben sind. Tsead Bruinja beschäftigt, was die bedrohlichen Folgen des ansteigenden Meeresspiegels für die Niederlande bedeuten, wohingegen Outspoken aus Simbabwe die Dürre poetisch „einfängt“.

Zur akustischen Begleitung kreierte der deutsche Musiker und Performancekünstler Kalle Laar einen Klangteppich der Naturkatastrophen.

Die Gedichte liegen in deutscher Übersetzung vor.

Die Veranstaltung wird englisch-deutsch gedolmetscht.

Die Lesung Klimawandel in Poesie wird freundlich unterstützt vom Königreich der Niederlande, der Danish Arts Foundation, der Königlich Dänischen Botschaft Berlin, ECHOO  Konferenzdolmetschen und dem British Council, im Rahmen des Großbritannienjahres „UK/Germany 2018“. Es findet in Kooperation mit dem Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Ecologic Institut (freundlich unterstützt von der Stiftung Mercartor) statt.

Veranstalter

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung findet ausser Haus statt!