Der neue Bereich unseres Portals macht es sich zum Anliegen, die internationalen Literaturszenen Berlins zu kartographieren, die handelnden Personen und ihre Schauplätze sichtbar und zugänglich zu machen. 
Die Entstehung der Rubrik wurde durch eine Förderung des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht. 

Sarah Raquillet

Übersetzer/In

© privat

Steckbrief

http://ses.fi/en/home/?web=live-webcam-chat Geboren am: 9.2.1987
Geburtsort: Paris
Geburtsland: Frankreich
Lebt in: Berlin, Friedrichshain


Ausgangssprache: Deutsch
Zielsprache: Französisch
Arbeitssprache: Dazwischen

Vita

Sarah Raquillet wurde 1987 in Paris geboren. Sie studierte Philosophie und Soziologie sowie zeitgenössischen Tanz in Paris und Berlin. Nach ihrer Tätigkeit in der Pariser Buchhandlung Atout Livre interessierte sie sich für verschiedene Berufe im Verlagswesen und absolvierte Praktika in Berlin (u.a. bei der Elisabeth Ruge Agentur, der Lettrétage und Matthes & Seitz Berlin), bevor sie sich 2015 dem literarischen Übersetzen zuwendete. Sie nahm 2016 am Georges-Arthur-Goldschmidt-Programm für junge Literaturübersetzer teil, woraufhin sie ihren ersten Übersetzungsvertrag unterschrieb. 2017 war sie Teilnehmerin des Symposiums geistes- und sozialwissenschaftlicher Übersetzer "Penser en langues – In Sprachen denken" in Cerisy-la-Salle und verweilte mehrere Wochen in Paris mit einer Unterstützung des Elmar-Tophoven-Mobiltätsfonds der Robert Bosch Stiftung. Sie lebt als freie Literaturübersetzerin in Berlin.

6 Fragen

Was hat Sie nach Berlin verschlagen? Die Liebe? Der Zufall? Die Weltpolitik?

Mein Studium. Ich habe meinen Master der Philosophie an der Humboldt-Uni abgeschlossen und habe mich in Berlin in die Stadt und überhaupt verliebt.


An Berlin liebe ich:

Die Weite. Das Flair von Freiheit. Die Selbstverständlichkeit des Möglichen. Das Winterlicht und die Stille der Stadt im Schnee.


In Berlin vermisse ich:

Die Bibliothèque nationale de France. Die Pariser Buchhandlung Atout Livre – meine Bücherfamilie.


Ein Lieblingsort in Berlin:

Das Tempelhofer Feld, wo man wunderbar Drachen fliegen lassen kann.


Sind Sie in Berlin ein anderer Mensch, eine andere Autorin, ein anderer Autor als im Land Ihrer Herkunft? Inwiefern?

Auf jeden Fall. Im fremdsprachigen Leben wird Französisch ein intimerer Hafen, den ich anders wahrnehme und hinterfrage. Hier ist die Sprache - und nicht das Land - meine Heimat. Und in der Zwischensprachlichkeit bewege ich mich freier und kreativer.


Ein literarisches Werk, das ich gern geschrieben hätten:

Oh nein, nur eins ? Un homme qui dort von Georges Perec, Bartleby von Herman Melville, Écrire von Marguerite Duras, Les Années von Ann