Anja Utler

© Tilman Grimm

Steckbrief

geboren am: 24.7.1973
geboren in: Schwandorf

Vita


Anja Utler ist Dichterin, Essayistin und Übersetzerin. Sie hat Slavistik, Anglistik, Sprecherziehung studiert und mit einer Arbeit zur russischen Lyrik der Moderne promoviert. Derzeit ist sie Gastprofessorin an der Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst in Wien.


Anja Utlers Poesie untersucht das hörbare Sprechen und die geschriebene Sprache als Kräfte, die Welt erzeugen und Denken verändern. Die Jury des österreichischen Heimrad-Bäcker-Preises, der Anja Utler 2016 zugesprochen wurde, hob hervor, dass Utlers lyrische Sprecher dem eigenen "Sprechen staunend gegenüber" stehen und sich selbst "veränder[n] … durch die Form des Sagens". Den Basler Lyrikpreis 2014 erhielt Anja Utler für ihre "innovative Darstellung aktueller Themen wie Ökologie in der Poesie und ihren gleichermassen reflektierenden wie sinnlichen Umgang mit dem Verhältnis von Sprache und Körper". 2003 wurde sie für Gedichte aus ihrem Band münden – entzüngeln, in denen sich die ökologischen Tatsachen von Verwicklung und Abhängigkeit als sprachliche Ereignisse zeigen, mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet.


2015 war Anja Utler Writer-in-Residence am Oberlin College, Ohio, 2011 kuratierte sie die Frauenfelder Lyriktage. Sie ist Honorary Fellow des International Writing Program in Iowa (IWP '14). Anja Utlers Gedichte wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und in Anthologien, Zeitschriften und in einigen Ländern auch als Bücher gedruckt. Festivalteilnahmen/Lesungen in Europa, Asien und den USA.


 


Würdigung

Heimrad-Bäcker-Preis 2016
German Writer-in-Residence, Oberlin College, Ohio, 2015
Fellow am International Writing Program, Iowa, 2014
Basler Lyrikpreis 2014
Shortlistnominierung für "engulf – enkindle" beim Best Translated Book Award, USA, 2012
Heimrad-Bäcker-Förderpreis 2010
Bayerischer Kunstförderpreis 2009
Poetikdozentur an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 2008
Karl-Sczuka-Förderpreis für Hörspiel als Radiokunst 2008
Förderpreis der Deutschen Schillerstiftung von 1859, 2006
Horst-Bienek-Förderpreis 2005
Hans-Erich-Nossack-Förderpreis 2005
Stipendium der Akademie Schloss Solitude, 2005/6
Autorenprämie der Stadt Wien 2004
Leonce-und-Lena-Preis für Lyrik 2003
Fellowship:Literatur der Stiftung Insel Hombroich 2001

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Einträge im Register der Literaturzeitschriften

Übersetzungen

Anne Carson. Decreation. Gedichte, Oper, Essays.

S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M.2014

Mila Haugová. Schlaflied wilder Tiere. Gedichte. Übersetzt von Anja Utler und der Autorin

Edition Korrespondenzen, Wien2011

sonstige Werke


all present is perfect. Textinstallation aus jana, vermacht. Bei "in Halt", six memos for the next… Vol. 7, Magazin 4, Bregenz, 14.06 - 24.08.2014. Dokumentiert in: six memos for the next… Hg. v. Jörg van den Berg u.a. Verlag für moderne Kunst: Wien, 2016. 


ausgeübt. Kooperation mit dem Low Frequency Orchestra für HörgeRede beim Elevate Festival Graz, 2011, wiederaufgeführt in der Alten Schmiede Wien, 2012.


suchrufen, taub. [Reihe: Literatur als Radiokunst im ORF], Erstsendung: 08.07.2007.


jana, vermacht. [Reihe: Kunstradio im ORF]. Erstsendung: 14.06.2009.


brinnen.Tanzperformance mit Hans-Werner Klohe und Sumi Jang, uraufgeführt im Club Gödör, Budapest, 20.09.2006, wiederaufgeführt beim Poesiefestival Berlin, in Reutlingen, und auf dem Literaturfestival Trondheim.

Zuletzt durch Anja Utler aktualisiert: 26.10.2017

Literaturport ID: 2711